JAZZATTAKK
wurde Mitte des Jahres 2002 gegründet und schon schnell stellte sich heraus, dass die Band sich von anderen bestehenden Jazzcombos deutlich unterschied. Christoph Klein an der Gitarre, Billy Trebing am Schlagzeug und Jan Oestreich am Kontrabass schaffen es spielerisch, dem verwendeten Material, das die meisten Jazzhörer kennen werden, aber so noch nie gehört haben, auf den Grund zu gehen. Rockige und bluesige Elemente, treibender Swing, offene Teile, all das nicht geprobt oder arrangiert, machen das Konzert für die Zuhörer zu einer spannenden, nie langweiligen Angelegenheit.
Um das Trio gesellt sich im Wechsel ein vierter Mitmusiker, der dem jeweiligen Konzert eine besondere Prägung gibt. Im Laufe der sechsjährigen Zusammenarbeit (inkl. einer CD Veröffentlichung im Jahre 2003 „Gershovitz“) hat sich mittlerweile ein Bandsound entwickelt, der die Gastmusiker immer wieder aufs Neue anspornt, begeistert und gerne wiederkommen läßt.
Dazu beigetragen, dass das Zusammenspiel blind funktioniert, hat auf jeden Fall die Tatsache, dass
JAZZATTAKK schon von 2002 bis 2004 die Möglichkeit bekam jeden Donnerstag in Saarlouis in der Gaststätte Ludwig's zu spielen. Und von 2004 an konnte die Dauerreihe in Ensdorf in der Gaststätte "Am Bad" fortgesetzt werden, zwar nur noch vierzehntägig aber dafür bis heute! Also sind es nun knappe sechs Jahre die wir kontinuierlich im Saarland vor Publikum präsent sind.
Das Hörenswerte an
JAZZATTAKK ist eindeutig das blinde Verständnis, das sich über die Jahre im Zusammenspiel entwickelt hat und das auch "unerfahrenen Jazzhörern" sofort spürbar wird und sie begeistert. Die so entstehende Intensität werden die Zuhörer, aber auch die Gastmusiker nicht so schnell vergessen, das zeigt sich in der stolzen Fangemeinde, die sich alle vierzehn Tage in der Gaststätte „Am Bad“ versammelt.

Hier noch ein Pressetext anlässlich des Auftritts beim Völklinger Hüttenjazz, der ist zwar schon etwas älter, aber trifft immer noch zu!

Zwischen Swing und funkigem Rock
Blue-note-Fans trotzten am Weltkulturerbe dem Regen

 
Völklingen.
Willkommen zu den Völklinger Jazz-Wasserspielen! Das war genau die richtige Begrüßung beim "Hüttenjazz" am Freitag. Doch trotz Regens konnte Ivo Müller, künstlerischer Leiter der Reihe im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, erfreut beobachten, wie die Blue-note-Fans zahlreich auftauchten. Bezeichnenderweise eröffnete die Formation Jazzattakk ihr Konzert dort oben mit Gershwins "Summertime" und spielte so engagiert auf, als würde die Sonne lachen. Seinen charakteristischen Sound schöpft das Saar-Quartett aus dem markanten Kontrast von E-Gitarre und Vibrafon. Mit fettem, leicht angezerrtem Timbre trieb der agile Gitarrist Chris Klein hier die Musik voran: Klangforscherisches Saitengekitzel, schräge Spannungsakkorde und Verfremdung des Tones mittels Wah-Wah-Effekt sind Spezialitäten Kleins, darüberhinaus ist er bei seinen Soli stets erfolgreich auf der Suche nach ansprechenden Melodien. Auf der anderen Seite gab's geradezu sphärische Ruhepunkte, wenn Marius Kliche mit seinem Vibrafon filigran-gläserne Intermezzi beisteuerte. Dass alles zusammen passte, dafür trug das aufmerksam begleitende Duo Jan Oestreich (Kontrabass) und Billy Trebing (Schlagzeug) Sorge. Und zwar auf einer abwechslungsreichen Reise zwischen Swing und funkigem Rock von einem Jazzklassiker zum nächsten: "Cantaloup Island", "Angel Eyes", "Sunny", "Caravan". Immer wieder zeigte der sehr gut harmonierende Vierer neue Facetten seines Miteinanders. Begeisterter Applaus für Jazzattakk.